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Im aktuellen Zeitalter ist KI (künstliche Intelligenz) überhaupt nicht mehr wegzudenken. Egal ob bei der Erstellung von Texten, Bildern, Videos und vieles mehr. Überall kann und wird KI eingesetzt. Und doch ist es wichtig zu wissen, welche Rolle und Position KI bei der Erstellung übernimmt.

Vorweg: Ja, auch ich nutze bei der Erstellung der Beiträge KI. Das wichtige dabei ist aber, dass die Texte von mir nicht zu 100% übernommen werden. Wir sehen uns aber im Laufe des Beitrags an, warum es wichtig ist, KI erstellte Inhalte zu überprüfen.

Was dich in diesem Blog erwartet:

Warum dieses Thema überhaupt geklärt werden muss

Die Content-Erstellung hat sich durch KI in kurzer Zeit so stark gewandelt wie kaum ein anderes Thema. Ganze Texte werden in Sekunden erstellt, Zusammenfassungen prägnant verfasst und komplette Artikel in einem vorgegebenen Tonus aufgestellt. Diese Entwicklung und Geschwindigkeit erzeugt bei vielen eine Faszination – aber auch eine gewisse Unsicherheit.

Bei vielen Diskussionen wird nicht der Fokus darauf gelegt, dass technologische Möglichkeiten direkt eine klare inhaltliche Einordnung erfahren. Floskeln wie „KI schreibt Texte“ oder „KI ersetzt Autoren“ lassen den Leser denken, die KI habe genau diese Fähigkeiten – welche aber nicht in dieser Form existieren. Auf der anderen Seite existiert KI auch in redaktioneller Arbeit bereits seit Jahren in indirekter Form. Sei es in Suchfunktionen, Autokorrekturen oder auch verschiedenste Analysetools.

Beispiele KI basierte Tools in der Redaktion

Beispiele dafür sind Grammarly, Google Search und Google Analytics.

  • Grammarly ist ein KI-basiertes Tool, welches den Kontext erkennt, einen Satzfluss bewertet und passende Alternativen vorschlägt.
  • Google Search ist wahrscheinlich das bekannteste Beispiel. Die KI im System von Google bewertet die Suchergebnisse, sortiert und gewichtet diese anschließend. Auch können Trends aufgrund von Mustererkennung erkannt werden. Die KI bleibt dabei aber im Hintergrund, weswegen hierbei nur indirekt mit dieser gearbeitet wird.
  • Google Analytics wirkt zunächst für viele erst nur wie ein Statistik-Tool. Doch besonders in neueren Versionen (bspw. bei GA4) spielt Machine Learning eine größere Rolle. Dadurch werden Insights (tiefgreifende Erkenntnisse) automatisiert, Vorhersagen von Nutzern erstellt und Segmentierungen der Nutzer durchgeführt.

Aus diesen gesamtem Gründen möchte ich einen Schritt zurück gehen. Dabei geht es nicht darum, die entwickelte Technologie schlecht dastehen zu lassen, sondern einen realistischen Einblick zu geben. Wenn du verstehen möchtest, welchen Platz KI in der Content-Erstellung einnehmen kann, dann müssen wir uns ansehen, was KI ist – und was definitiv nicht.

Was man heute unter „KI“ in der Content-Erstellung versteht

Wenn über KI im Kontext von Texten gesprochen wird, dann sind fast immer Sprachmodelle gemeint, welche auf statistischen Analysen großer Textmengen basieren (LLMs (Large Language Models) bspw. ChatGPT 3-4, Gemini, BERT). Die Modelle lernen nicht dadurch, dass die Inhalte verstanden werden. Dabei geht es um Wiederholungen und Wahrscheinlichkeiten, welche von der KI berechnet werden.

Die KI lernt dabei, wie ein Text typischerweise klingt, den Inhalt aber nicht nachvollziehen kann. Welche Wörter folgen typischerweise auf bestimmte andere Wörter? Welche Satzmuster treten häufig auf? Wie werden Formulierungen in bestimmten Kontexten verwendet? All diese Fragen beantwortet die KI in Sprachmodellen anhand großer Datenmengen und deren Berechnungen daraus.

Auf den ersten Bick führt es dazu, dass die erstellen Texte schlüssig wirken, was aber täuschen kann. Die KI hat kein Wissen über die Welt durch menschliche Sinne, Erfahrungen, Ziel oder Bewusstsein für Wahrheit und Relevanz. Die Inhalte entstehen durch mathematischen Formeln und Berechnungen statt Absichten und Überzeugungen.

Diese Unterscheidung hervorzuheben, ist für dich zentral. Wenn du verstehst, dass die Sprache der KI simuliert aber nicht denkt und versteht, dann kannst du die Ergebnisse richtig einordnen und bewerten.

Was KI heute tatsächlich leisten kann

Trotz der Einschränkungen, welche der Content der KI hat, hat sie einen realen Nutzen. Das betrifft vor allem die Bereiche der Vorbereitung, Struktur und sprachlichen Varianz, wo diese effizient wird.

Dabei können neue Denkprozesse angestoßen , neue Themenvorschläge geliefert und verschiedene Blickwinkel auf ein Thema aufgezeigt werden. Sie kann helfen, einen komplexen Inhalt in die erste Struktur zu bringen oder Texte zusammenfassen. Auch eine sprachliche Überarbeitung von Texten ist problemlos möglich. Das betrifft beispielsweise Vereinheitlichungen von Tonalitäten oder Umformulierungen bestimmter Begriffe.

Dabei solltest du immer im Hinterkopf behalten: die KI arbeite auf der Grundlage, was bereits an Wissen vorhanden ist. Sie erschafft nichts grundlegend neues, sondern verarbeitet und kombiniert bekanntes und vorhandenes Wissen neu. Nur dadurch kann kein Mehrwert entstehen. Das passiert erst durch redaktionelle Arbeit, die die Ergebnisse der KI bewertet, auswählt und weiterentwickelt.

Automatisierung und Kreativität – eine notwendige Trennung

Ein häufiger Fehler bei dieser Debatte ist, dass Automatisierung und Kreativität gleichgesetzt werden.

Automatisierung ist das Ergebnis des Automatisierens, d.h. des Einsatzes von Automaten […]. Automaten sind hierbei künstliche Systeme, die selbsttätig ein Programm befolgen und dabei aufgrund des Programms Entscheidungen zur Steuerung und ggf. Regelung von Prozessen treffen (z.B. flexibles FFS).

Wirtschaftslexikon Gabler

Darüber hinaus bedeutet Automatisierung Effizienz: Prozesse werden schneller, skalierbarer und reproduzierbarer.

Kreativität ist die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, was neu oder originell und dabei nützlich oder brauchbar ist.

Wikipedia

Kreativität hingegen hängt mit eng mit Erfahrungen, Kontext und der subjektiven Wahrnehmung zusammen.

Sieht man sich die beiden Definitionen an, dann wird klar: Der Fehler der Debatte beschreibt auch hier eine Fähigkeit der KI, welche Sie gar nicht besitzt (und besitzen kann). Befolgt das System ein Programm, welches nur auf vorhandenem Wissen basiert, steigert es nach und nach die Qualität der Informationen und Effizienz der Übertragung. Hierbei aber von etwas „neuem“ oder „originellen“ zu sprechen, kann nicht der Fall sein.

Trennung von KI und Kreativität

KI besitzt die Fähigkeit, Texte zu erzeugen, welche stilistisch sauber und formal korrekt sind. Sie kann aber keine provokante These setzen, etwas Ungewöhnliches zu formulieren oder eine persönliche Perspektive mit einzubringen. Kreativität hat die Essenz, bei dem vorhandenen Wissen bewusst die Regeln zu brechen, aus Widersprüchen und weiteren Brüchen etwas neues zu erschaffen.

Von Menschen werden stilistische Brüche bewusst verwendet, um Spannung zu erzeugen, bei dem Leser einen Denkprozess anzustoßen oder die Komplexität eines Themas sichtbar zu gestalten. So kann eine reißerische These zunächst stehen gelassen werden, weil sie bewusst im Laufe des Inhalts beleuchtet wird.

Die KI hingegen versucht, ein harmonisches Bild zu erschaffen, indem diese These direkt aufgelöst wird und auszugleichen. Warum genau? Statistisch kommen harmonische und ausgewogene Texte häufiger vor. Auch hier kommt wieder die Mathematik und reine Zahlen zum Vorschein.

So ist es wichtig, dass du dir dieser Trennung bewusst wirst, um unrealistische Erwartungen zu vermeiden. Dazu lässt sich also sagen: Kreative Prozesse können durch die KI unterstützt, aber nicht ersetzt werden.

Warum KI kein „Autor“ ist

Ein Autor trägt die Verantwortung für alle Inhalte, die er veröffentlicht. Er entscheidet, welche Aspekte des behandelten Themas betont werden, ausgelassen bleiben und wie die Inhalte eingeordnet werden. Das passiert auf subjektiver Wahrnehmung und Erfahrung. Somit kann sich ein Autor nicht von seiner Verantwortung trennen.

Bei einem Inhalt trifft die KI keine Entscheidung in dem Sinne, wie es ein Autor tut. Sie kennt weder die Zielgruppe noch die daraus folgenden Konsequenzen. Zudem kann sie nicht abwägen, ob eine Aussage problematisch oder missverständlich ist und kann dazu keine Haltung zu diesen einnehmen und vertreten.

Unterscheidung zwischen KI und Autor

Bei jedem Inhalt, welchen ein Autor veröffentlich, entscheidet er sich – bewusst oder unbewusst – für eine Positionierung zu dem Thema. Sowohl entscheidet er, was gesagt wird als auch was nicht gesagt wird. Er gewichtet Argumente, Setzt Prioritäten und welche Perspektive der Text einnimmt. Somit ist der Prozess kein automatischer, sondern ein bewusster Akt.

Selbst in einem scheinbar neutralen Inhalt werden bewusst Schwerpunkte gesetzt. Autoren wählen Beispiele aus, priorisieren Aspekte und rahmen ein Thema auf eine bestimmte Art und Weise ein. So kann er sich dazu entscheiden:

  • Eine These zu vertreten
  • eine Kontroverse bewusst stehen zu lassen
  • Ein Diskussion kritisch zuspitzen
  • oder bewusst zu relativieren

Die Entscheidungen dazu beruhen auf persönlicher Haltung, Erfahrung und Kontextwissen und nicht aufgrund statistischer Wahrscheinlichkeiten.

Eine KI schreibt dahingegen einen Text, welcher den Durchschnitt darstellt, also was typischerweise geschrieben wird. Eine klare Meinung ist dabei aber kein Ausdruck persönlicher Überzeugung, sondern das Ergebnis eines Musters.

Es ist irreführend, die Künstliche Intelligenz als einen Autor zu bezeichnen. Sie produziert zwar Texte, übernimmt dafür aber keine Verantwortung. Diese Rolle ist dem Menschen vorbehalten. Genau hier liegt die zentrale redaktionelle und etische Verantwortung bei der Content-Erstellung.

Häufige Missverständnisse rund um KI-Texte

Viele Diskussionen rund um das Thema KI Texte basieren auf vereinfachten Annahmen. Dabei wird entweder überschätzt, was die KI leisten kann oder unterschätzt, welche Rolle die menschliche Kontrolle spielt.

„Das zentrale Problem besteht darin, dass KI-generierte Texte professionell und überzeugend klingen können, auch wenn der Inhalt faktisch falsch ist. Die Modelle sind darauf optimiert, plausible Antworten zu geben, nicht notwendigerweise korrekte. “

Mittelstand-Digital Zentrum Berlin

Die KI reproduziert Muster, hat aber keine Ahnung, was der Inhalt bedeutet. Sie spiegelt Daten wider, mit welchen sie trainiert wurde, also plausible Antworten zu liefern. Dadurch ist sie aber nicht objektiv. Dadurch werden Autoren nicht ersetzt, sondern nur die Arbeitsweisen ändern sich.

Ebenso ist die Annahme falsch, dass die KI-generierten Texte grundsätzlich minderwertig sind. Die künstliche Intelligenz ist am Ende des Tages ein Werkzeug, welches verwendet wird. Das Ergebnis hängt von dem Prozess des Einsatzes des Werkzeugs ab. So ist es problematisch, einen KI-generierten Text unkritisch zu übernehmen, auf der anderen Seite aber auch, einen menschlich geschriebenen Text nicht zu reflektieren.

Ein realistischer Blick: KI als Werkzeug

Sobald die KI als Werkzeug verstanden und eingesetzt wird, kann sie sinnvoll eingesetzt werden. Ähnlich wie Textverarbeitungsprogramme (bspw. Microsoft Word, Google Docs, LibreOffice etc.) oder Recherchetools (Google, Statista etc.) erweitern sie die Möglichkeiten, Texte zu schreiben, aber haben keine Verantwortung.

Der entscheidende Faktor bist dabei du, der das Werkzeug nutzt. Definierst du klare Ziele, prüfst Ergebnisse kritisch und ordnest Inhalte bewusst ein, dann kannst du KI sinnvoll einsetzen. Siehst du sie als Ersatz für die Arbeit (d)einer Redaktion, riskierst du Vertrauensverlust und Austauschbarkeit.

KI verändert Prozesse – nicht die grundlegenden Prinzipien guter Inhalte.

Fazit und Ausblick

Künstliche Intelligenz ist eine mächtiges Werkzeug in der Content-Erstellung, ändert und unterstützt die Prozesse, ersetzt diese aber nicht. Die Stärken sind die effiziente Kombination vorhandener Inhalte und Unterstützung von Kreativität, die Grenzen in der fehlenden Verantwortung und Verständnis der produzierten Inhalte.

Die eigentliche Herausforderung liegt darin, bewusst mit ihr umzugehen, aber nicht in der künstlichen Intelligenz selber. Akzeptierst du die Grenzen von ihr, kannst du sie gezielt einsetzen und deine Inhalte glaubwürdiger und qualitativ hochwertiger gestalten.


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