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In diesem Blogbeitrag erfährst du alles darüber, wie du die URL-Struktur deiner Website sauber und strukturiert. Darüber hinaus verrate ich dir weitere Tipps, um die URLs leserlicher zu gestalten.
Was dich in diesem Blogbeitrag erwarten wird:
- Welche Hinweise Google liefert
- Wann Inhalte übersehen werden können
- Wieso Inhalte mehrfach gecrawlt werden
- Deine Website hat unendlich viele Seiten
- Grundsätze für die Strukturierung
- Weitere Tipps
Welche Hinweise Google liefert
Damit Websitebetreiber nicht im Dunkeln herumstochern müssen, um zu schauen, welche Maßnahmen von Google angenommen werden und welche nicht, stellt Google selbst die sogenannten „Best Practices“ in der Google Search Central (früher als Webmasters bekannt“) zur Verfügung.
Warum eine saubere URL-Struktur wichtig ist, beschreibt Google in dem Beitrag direkt zu Anfang und nennt dazu drei hauptsächliche Gründe:
- Inhalte auf deiner Website können übersehen werden
- Inhalte auf deiner Website können mehrfach gecrawlt werden
- Der Crawler könnte annehmen, dass unendlich viele Seiten deiner Website existieren
Schauen wir uns also diese Punkte genauer an, welche Probleme bei einer Website mit schlecht gepflegter URL-Struktur entstehen können.
Wann Inhalte übersehen werden können
Bei URLs können sogenannten Fragements enthalten sein. Diese äußern sich durch bspw. „#fragement“ in der URL, welche aber von dem Crawler nicht berücksichtigt werden.
Beispiel: Du verkaufst in deinem Onlineshop Hosen und den Farben schwarz und blau. Ist deine URL-Struktur so aufgebaut, dass die URLs „dein-onlineshop/hose#schwarz“ und „dein-onlineshop/hose#blau“ anzeigen, wird Google diese als dieselbe Seite betrachten. Hast du auf den beiden Seiten unterschiedlichen Content, der für die Kaufentscheidung der jeweiligen Farbe wichtig ist, wird 1. Google das nicht erkennen und 2. das für deine Kunden schwerer zu verstehen und zu finden sein, wonach sie suchen.
Wieso Inhalte mehrfach gecrawlt werden
Bleiben wir direkt bei dem Beispiel aus dem Onlineshop für Hosen. Google kann davon ausgehen, dass sich URLs unterscheiden, obwohl diese die selbe Seite ausgeben. Das passiert dadurch, dass Google nicht anhand der URL erkennen alleine kann, um welche Seite es sich dabei handelt.
Beispiel: Die Seiten „dein-onlineshop/hose#schwarz“ und „dein-onlineshop/vke10001“ geben die selbe Seite aus. Das sorgt dafür, dass Google beiden Seiten crawlt, Webserver belastet als auch unnötige Ressourcen für das selbe Ergebnis verwendet.
Deine Website hat unendlich viele Seiten
In Fällen, wo deine URLs Zeitstempel haben („dein-onlineshop/11:21“, „dein-onlineshop/11:22″…) wird Google es schwerer haben, deine Inhalte zu erkennen. Der Grund liegt darin, dass bei jedem einzelnen Zeitstempel eine neue, unabhängige Seite erkannt wird. Das führt dazu, dass du auf dem Papier viele Seiten im Index hast. Diese werden aber nicht ranken, da die relevanten Inhalte vom Crawler bisher nicht erkannt wurden.
Grundsätze für die Strukturierung
Damit deine URL-Struktur generell sauber ist, Google diese lesen kann und deine Kunden verstehen, wo Sie sich befinden, wenn Sie auf deinen Link klicken, sind grundsätzlich ein paar Dinge zu beachten:
- Halte deine URL kurz und flach, bis auf maximal vier Ebenen. Der Grund liegt darin, da der Crawler selten tiefer als vier Ebenen crawlt und diese Inhalte auch von Kunden nur in wenigen Fällen speziell gesucht werden.
- Verwende in deinerURL Bindestriche (-) statt Unterstriche (_) und setze alles in Kleinschreibung. Das sorgt dafür, dass klarer wird, an welchem Ort auf deiner Website sich dein Kunde aufhält. Ebenfalls kann inkonstante Verwendung der Groß- und Kleinschreibung in der URL dafür sorgen, dass gleiche Seiten mit unterschiedlicher Schreibweise nicht als duplicate Content angesehen werden. So werden Suchmaschinen deine Seite schlechter verstehen und dein Ranking eher schlechter als besser wird.
- Vermeide Sonderzeichen in URLs. Dieser Punkt schließt sich direkt an den vorherigen an. Das vermeiden der Sonderzeichen sorgt dafür, dass man den Link einfacher abtippen kann und der Crawler deine Seite besser versteht. Dazu gehören „ß“, „?“ oder auch „=“. Auch das Umschreiben gehört dazu; „ä = ae“, „ö = oe“ etc, da dort weitere Probleme bei der Crawlbarkeit auftreten, sollten diese in der URL vorhanden sein.
- Verwende für deine URL eine HTTPS. Das zeigt Google, dass du die verschlüsselte und sichere Version von HTTP nutzt, um private Daten deiner Kunden besser schützen zu können und Dritte keine Schadsoftware in Daten einfügen können. Da es ein positiver Faktor für die Usability der Kunden ist, wird sich die Änderung positiv auf dein Ranking deiner Website auswirken.
Weitere Tipps
Sollten sich auf deiner Website mal URLs ändern, kannst du mithilfe eines 301-redirects eine Weiterleitung einrichten, damit deine Kunden nicht auf einer leeren Website landen. Das gibt nicht nur Google eine positive Rückmeldung, sondern keine Kunden verbleiben auch länger auf deiner Website anstatt direkt abzuspringen.
Denke bei deiner Strukturierung immer daran, eine verständliche Struktur für deine Kunden zu erstellen. Für den Crawler eine leichte Strukturierung zu erstellen, welche deine Kunden nicht verstehen werden, ist deiner Website nicht geholfen.
Du kannst die Linkkraft verschiedener URLs mithilfe von einem Canonical Tag bündeln, um Google zu zeigen, welche die originale Seite ist. Damit verhinderst du, dass im Ranking mehrere Seiten auftauchen, welche ähnlichen oder gleichen Inhalt haben. Die stärkste bzw. bevorzugte Seite wird dann im Ranking höher gestellt werden. (Ein praktisches Beispiel wäre dabei, wenn du verschiedene Farben eines gleichen Produkts in deinem Shop verkaufst.)
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