In diesem Blog geht es um Inhalte für deine Website. Sei es ein Blogbeitrag wie diesen hier oder auch um Texte für deinen Onlineshop. Schließlich sollen die Texte auch Ihren Sinn erfüllen, nicht wahr? Dann wollen wir mal.
Was dich in diesem Blogbeitrag erwartet:
- Was hilfreiche Inhalte sind – warum sind sie so wichtig?
- Deine Zielgruppe wirklich verstehen
- Inhalte entlang Nutzerfragen aufbauen
- Suchintention erkennen und bedienen
- Verständlich schreiben statt beeindrucken
- Struktur als Schlüssel zur Nutzerfreundlichkeit
- Praxisbezug schaffen: Inhalte, die wirklich helfen
- Vertrauen durch Transparenz und Ehrlichkeit aufbauen
- Inhalte aktuell und relevant halten
- Erfolg aus Nutzersicht messen
- Typische Fehler bei der Erstellung hilfreicher Inhalte
- Informationen von Google über hilfreiche Inhalte
- Fazit
Was hilfreiche Inhalte sind – warum sind sie so wichtig?
Wenn ich hilfreiche Inhalte definieren müsste, dann so: es sind Inhalte, welche ein konkretes Problem lösen, eine Frage beantworten oder bei einer Entscheidung weiterhelfen. Dabei geht es also um den Mehrwert, den dein Nutzer aus dem Inhalt zieht.
Inhalt bedeutet aber nicht nur ein Text. Das kann ebenso ein Bild, ein Video, Anleitung oder Grafik sein. Sieht sich dein Nutzer also deinen Inhalt an und weiß danach was er tun muss oder hat das Thema anschließend verstanden, handelt es sich um hilfreichen Inhalt.
Über hilfreiche und werbliche Inhalte
Neben hilfreichen Inhalten gibt es aber auch noch werbliche Inhalte. Ein zentraler Punkt ist die Vermittlung des Inhalts. Während der hilfreiche Inhalt über eine Situation des Nutzers berichtet, beinhaltet der werbliche Inhalt über ein Produkt oder Unternehmen. Natürlich ist dabei nicht ausgeschlossen, dass auch ein hilfreicher Inhalt zu einem Produkt führt.
Der abzugrenzende Unterschied ist jedoch der, dass der hilfreiche Inhalt zunächst einen Mehrwert bietet. So entsteht das Vertrauen nicht durch ein Versprechen, was beispielsweise ein Produkt liefern wird. Der Beweis ist vorher durch den Nutzer erkennbar, da er der Situation aushelfen kann.
Warum sind also hilfreiche Inhalte wichtig? „Das ist doch offensichtlich. Die Inhalte helfen den Nutzern, also beweist schon die Existenz den Grund.“ Das kann man zunächst von dem Thema selbst halten. Falsch ist es keineswegs, kratzt aber nur an der Oberfläche. Wir alle haben ein Bedürfnis, das Unbekannte zu durchleuchten. Wenn wir ein Thema nicht verstehen, sehen wir uns nach Informationen um, das bisher Unbekannte bekannt zu machen. Das ist der Grund, warum viele Menschen Google nutzen (und ich hoffe, deswegen bist du auch hier 🙂 ).
Was Inhalte wirklich nutzerorientiert macht
Was sind häufige Fehler? Wie mache ich etwas am einfachsten? Wie funktioniert etwas? Die Orientierung für den Alltag ist dabei sogar der Schlüsselpunkt für deine Nutzer. Antwortest du also auf die Fragen und Situationen deiner Nutzer praxisnah, klar und direkt, ist es wahrscheinlich, dass du gesehen wirst.
Darüber hinaus bindest du deine Nutzer an deine Expertise, nutzt Ihr Vertrauen für weitere Nutzer und baust langfristige Bindungen auf. Deine Seite wird dadurch fast automatisch nachhaltiger, da deine Leser deine Inhalte weiter teilen, liken und selbst häufiger aufsuchen.
Hast du Inhalt erstellt und möchtest dich jetzt fragen, ob dieser wirklich hilfreich ist? Dann schau dir Dinge an, auf die deine Nutzer achten würden:
- Trifft dein Inhalt das relevante Thema?
- Ist eine klare, verständliche und nachvollziehbare Lösung oder Einordnung zu erkennen?
- Verstehen deine Nutzer den Inhalt einfach und ist er schnell anzuwenden?
Inhalte sind nutzerorientiert, wenn sie in erster Linie für Nutzer erstellt wurden und nicht dafür, das Suchmaschinen-Ranking zu manipulieren.
Deine Zielgruppe wirklich verstehen
Wenn du Inhalte für deine Nutzer erstellen möchtest, dann brauchst du ein Verständnis dafür, wer deine Inhalte lesen und verstehen soll. Schreibst du Texte, ohne deine Zielgruppe zu kennen, sind sie zwar gut gemeint, gehen aber an den Bedürfnissen deiner Nutzer vorbei. Daher musst du dich mit den Bedürfnissen, Erwartungen und Fragen deiner Nutzer auseinandersetzen.
Dabei ist entscheidend, was für konkrete Probleme deine Nutzer im Alltag haben. Die Frage, wer deine Zielgruppe ist, geht dabei am Ziel vorbei. Der Grund dafür liegt darin, weil deine Nutzer ein Problem lösen wollen, eine Entscheidung treffen oder sich informieren möchten. Verstehst du die Hintergründe, kann dein Inhalt umso genauer auf diese Punkte eingehen.
Definiere deine Zielgruppe
Ein häufiger Fehler ist, die Zielgruppe nur grob zu definieren. Alter, Geschlecht oder Branche werden oberflächlich angegeben. Darüber hinaus sind aber auch weitere Aspekte für deine Nutzer wichtig:
- Welche Fragen werden gestellt?
- Wo sind Wissenslücken oder Unsicherheiten?
- Was sind typische Fehler oder Missverständnisse?
Um diese Informationen zu gewinnen, hast du verschiedene Möglichkeiten. Direkte Rückmeldungen aus Gesprächen (bspw. Support-Anfragen, Emails oder Telefonate) sind besonders wertvoll. Hier erhältst du Einblicke in echte Nutzerprobleme. Kommentare zu Beiträgen oder Produkten als auch häufige Suchanfragen geben viel Aufschluss über relevante Themen. Weiter hast du Möglichkeiten, mit Personas typische Nutzerprofile zu erstellen. Diese helfen dir dabei, die Probleme aus deren Sicht zu denken und Inhalte nahbarer zu gestalten.
Damit lässt sich sagen: verstehst du deine Zielgruppe wirklich, schreibst du deine Inhalte präziser, verständlicher und relevanter. Die Inhalte passen besser für deine Nutzer, Beispiele sind greifbarer und Themen persönlicher. Das Ergebnis bei deinem Nutzer soll sein, dass er das Gefühl bekommen: „Der Inhalt ist genau für mich geschrieben.“
Inhalte entlang Nutzerfragen aufbauen
Die Fragen deiner Nutzer beginnen oft mit einer Frage – auch wenn sie nicht immer so formuliert ist. Nutzer möchten, wie schon erwähnt, ein Problem lösen, etwas verstehen oder eine Entscheidung treffen. Dafür benötigen sie Informationen, die du ihnen lieferst. Nimm daher konkrete Nutzerfragen auf und nutze sie für deine Inhalte, wenn du mit hilfreichen Inhalten startest.
Zuerst musst du die Fragen gezielt identifizieren. Das passiert häufig im Kundenkontakt, speziellen Foren oder Gruppen oder auch Suchmaschinen. (Dafür gibst du ein Keyword ein und siehst, was für ähnliche Suchanfragen es zu dem Thema gibt.) Da erkennst du schnell, an welchen Stellen Informationsbedarf besteht und eine perfekte Grundlage, relevante Inhalte zu liefern.
Das klare Prinzip bei hilfreichen Inhalten
Wenn du hilfreiche Inhalte erstellst, hat sich ein klares Prinzip durchgesetzt: Problem -> Lösung -> Mehrwert. Zuerst wird das Problem oder die Frage verständlich beschrieben. So erkennt sich dein Nutzer sofort darin wider. Danach erstellst du eine strukturierte, nachvollziehbare Lösung, die erklärt, was wichtig ist. Der Mehrwert zum Schluss entsteht, in dem du Beispiele, Hinweise oder praktische Tipps gibst. Diese gehen dabei über eine Standartantwort weit hinaus.
Du solltest bei den Fragen auch erkennen, wie tief die Inhalte sein müssen. Nicht jede Frage benötigt eine ausführliche Erklärung, aber oberflächliche Behandlungen helfen selten deinen Nutzern weiter. Daher stell die die Frage :“Wie viel Erklärung ist bei dieser Frage notwendig?“ Du willst deine Nutzer nicht mit unnötigen Details überfordern. Nach dem Verstehen des Inhalts sollen deine Nutzer möglichst wenig neue offene Fragen haben.
Zusammenfassend lässt sich sagen: baue deine Inhalte konsequent zuerst anhand von echten Nutzerproblemen auf. So wirken diese verständlich, nachvollziehbar und logisch. So gibst du deinen Nutzern genau das, was sie benötigen: Klarheit, um das vorliegende Problem zu bewältigen, statt sie mit unnötigen Informationen zu belagern. Denn das macht deine Inhalte erst hilfreich.
Suchintention erkennen und bedienen
Bei jeder Suche verfolgen deine Nutzer ein anderes Ziel, auch wenn die Suchbegriffe sehr ähnlich aussehen. Genau hier musst du dir die Suchintention anschauen. Diese beschreibt, was der Nutzer wirklich mit seiner Suche erreichen möchte.
Du kannst dabei die Suchanfragen in verschiedene Intentionen unterteilen:
- Informative Suchanfragen: Hier suchen deine Nutzer nach Anleitungen, Erklärungen oder auch Hintergründe.
- Transaktionale Suchanfragen: Dabei zielt der Nutzer auf einen Kauf oder eine Anmeldung ab (bspw. Newsletteranmeldung, Anmeldung zum Kundenkonto etc.)
- Navigationale Suchanfragen: Der Nutzer sucht nach einer Marke, Webseite oder Plattform. (Bspw. mit eine der häufigsten Suchanfragen bei Google ist „Google“ selbst.)
Gründe für Suchen der Nutzer
Bedenke dabei, dass nicht jede Suchanfrage mit einem Kauf verbunden bzw. als Verkaufschance zu betrachten ist. Sucht dein Nutzer nach Informationen zu etwas und du stellst ein Produkt in den Vordergrund, verfehlst du damit die Intention. Der Grund dafür liegt darin, dass die Erwartungshaltung eine andere ist, als die geliefert wird. So entsteht Frust oder Verwirrung, was wiederum zu schnellen Bounces führt. Andersherum ist es so, dass Inhalte, die die gesuchte Intention abdecken, kompetent, vertrauenswürdig und hilfreich wirken – auch wenn nicht unmittelbar ein Kauf erfolgt.
Bei der Suchintention ist eine Frage besonders zentral: „Was möchte der Nutzer nach der Suche tun oder wissen?“. Daher sollte dein Inhalt auch immer die Erwartungen ernst nehmen und Schritt für Schritt zum gewünschten und gesuchten Ziel führen. Daher:
- Informative Inhalte ordnen Themen ein und geben eine klare Erklärung
- Transaktionale Inhalte stellen Vergleichbarkeit, Sicherheit und die Entscheidungshilfe in den Vordergrund
Zusammenfassend lässt sich sagen: verstehst du die Suchintentionen deiner Nutzer richtig und erstellst daraus Inhalte, wird es sich für deine Nutzer richtig anfühlen. Sie gelangen direkt an ihr Ziel ohne Umschweife, wie Interpretationen, weitere Suchen oder Filter. So baust du langfristige Kundenbindung und nachhaltigen Erfolg mit deinen Inhalten.
Verständlich schreiben statt beeindrucken
Hilfreiche Inhalte zeichnen sich dadurch aus, dass diese für den Nutzer verständlich ist statt ihn mit Fachwörtern zu überrumpeln und beeindrucken. Für den Nutzer ist es wichtig, den Inhalt verstehen zu können. Bei Texten mit komplexen und fachlich inhaltlich anspruchsvollen Inhalten werden viele Nutzer abbrechen. Sie fühlen sich ausgeschlossen und überfordert, brechen als Konsequenz das lesen deiner Inhalte ab.
Die Inhalte verständlich darzustellen bedeutet, die Informationen zu aufzubereiten, dass sie schnell verstanden werden können. Das kannst du erreichen, indem du Inhalte strukturiert aufbaust, kurze Sätze und klare, eindeutige Worte verwendest. Am Ende soll der Nutzer möglichst wenig weitere offene Fragen haben.
Fachbegriffe bewusst und gezielt einsetzen
Dabei sind Fachbegriffe nicht grundlegend falsch: sie sollten aber bewusst reduziert und deutlich erklärt werden. Das ist besonders wichtig, wenn sich die Informationen an Einsteiger oder verschiedene Zielgruppen richtet.
Achte bei dem erstellen deiner Inhalte auf die Perspektive, aus der die Informationen verfasst sind. Interne Unternehmensklauseln helfen dem Nutzer nicht, zu verstehen worum es geht. Richte dich an die Realität und schreibe aus Nutzersicht, wie du es gerne erklärt haben würdest. Das bedeutet: konkrete Schreibweise, klare Worte und ohne Umschweife. Verwendest du praxisnahe Beispiele oder kurze Erläuterungen, hilft es dabei, die Inhalte verständlicher und greifbarer zu gestalten.
Die Inhalte für den Nutzer verständlich zu halten ist wesentlich wichtiger, als sprachlich perfekt zu sein. Der Sinn dahinter ist, dass deine Besucher verstehen, worum es geht und auch Fragen geklärt oder Informationen geliefert werden. Dadurch erfüllt dein Inhalt erst seinen eigentlichen Zweck. Durch eine nutzerorientierte Schreibweise büßt du keine Qualität ein, sondern zeigst deiner Zielgruppe, dass du kompetent bist als auch deine Nutzer respektierst.
Struktur als Schlüssel zur Nutzerfreundlichkeit
Hilfreiche Inhalte sind auch nur dann hilfreich, wenn sie von deinen Nutzern gelesen werden. Die hilfreichste Anleitung verliert deutlich an Wirkung, wenn der Text ein einziger, großer Textblock ist. Nutzer lesen deine Inhalte nicht Wort für Wort – eher überfliegen sie die Inhalte und suchen nach der Lösung von ihrem spezifischen Problem. Hast du strukturierte Inhalte, können sie sich schnell orientieren und gesuchte Informationen schnell finden.
Verwende Überschriften, um eine logische Gliederung des Themas für den Nutzer sichtbar zu machen. Besonders einfach machst du es Lesern, indem du eine Übersicht an bevorstehenden Themen gibst und Anchor Links (Sprungmarken) zu der jeweiligen Überschrift setzt. Mit einem Klick sind deine Nutzer also genau bei dem Thema, was für sie relevant ist. Zwischenüberschriften sind wie Wegweiser, die dem Leser zu erkennen geben, welche Abschnitte relevant bzw. weniger relevant sind. Absätze sollten dafür verwendet werden, Texte übersichtlich und visuell weniger überladen wirken zu lassen.
Aufzählungen oder Listen sind besonders dabei interessant, die Informationen für den Leser übersichtlich zu bündeln. Kernaussagen werden hier hervorgehoben sowie Zusammenhänge kurz und klar dargestellt. Listen sind für den Nutzer verständlicher als ein längerer Fließtext, da Inhalte zusammengefasst sind und einfach zu merken sind.
Ein gutes Beispiel gebe ich dir für diesen Punkt direkt mit:
- Nutzer überfliegen Inhalte und suchen spezifisch Lösungen für Ihre Probleme
- Strukturierte Inhalte helfen ihm dabei, Lösungen einfacher und schneller zu finden
- Überschriften gliedern das behandelte Thema
- Zwischenüberschriften dienen dem Leser als Wegweiser, welche Themen relevant sind
- Aufzählungen bündeln die Informationen und stellen Zusammenhänge klar dar
Beispiele von Textelementen
Verwende auch Elemente wie fette Schrift, unterstrichene Sätze und kursive Wörter um deine Inhalte hervorzuheben. Fette Wörter werden insbesondere für Betonungen und Schlüsselwörter genutzt, Unterstreichungen fast ausschließlich für Verlinkungen. Kursive Sätze sind vielseitiger, da sie in Titeln vorkommen, Fremdwörter betonen und innere Monologe hervorheben.
Mit einer durchdachten Struktur weist du deine Nutzer durch die Inhalte, sodass sie länger gelesen, besser verstanden und seltener abgebrochen werden. Die Strukturierung solltest du daher nicht unterschätzen, da sie für hilfreiche Inhalte ein wesentlicher Bestandteil ist. Es ist also nicht nur ein gestalterisches Element, was schön anzusehen ist, sondern auch einen zentralen Punkt für deine Inhalte bildet. Zugänge zu deinen hilfreichen Inhalten werden erleichtert und der Mehrwert von Nutzern schneller erkannt.
Praxisbezug schaffen: Inhalte, die wirklich helfen
Hilfreiche Inhalte zeigen nicht nur, was richtig ist, sondern auch vor allem, wie es korrekt umgesetzt wird. Nutzer interessiert selten nur rein theoretisches Wissen, sondern möchten sie auch die Lösungen auf ihr Problem anwenden können. Wenn du in deinen Inhalten keinen Praxisbezug hast, fühlen sich diese für deine Inhalte befremdlich und weniger hilfreich an.
Wie wir bereits wissen, sind konkrete Beispiele für die Praxis wichtig, um komplexe Themen greifbar zu gestalten. Die Beispiele können dabei sehr unterschiedlich sein: eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, Handlungsempfehlungen oder auch Checklisten. Das hilft deinen Nutzern dabei, direkt und konkret handeln zu können. Je klarer in deinem Inhalt herauskommt, was der nächste, sinnvolle Schritt ist, desto größer ist sein Nutzen.
Neben Empfehlungen, was zu tun ist, kann es aber genauso hilfreich sein, zu zeigen, was vermieden werden sollte. So verstehen deine Nutzer besser, was funktioniert und was nicht. Eine Auflistung mit Do’s und Dont’s geben deinen Lesern das Gefühl vorbereitet zu sein und stärken die Orientierung.
Behalte dabei immer im Kopf, dass du realistische Erwartungen in deinen Inhalten setzt. Nicht jede Lösung passt perfekt für jede Situation. Zeigst du ehrlich auf, wo Grenzen liegen oder Alternativen sinnvoller sind, stärkst du das Vertrauen und wirkst glaubwürdig. Denn das bedeutet Praxisbezug: dieser informiert nicht nur, sondern begleitet den Nutzer durch Entscheidungen und Prozesse hindurch.
Vertrauen durch Transparenz und Ehrlichkeit aufbauen
Vertrauen ist eine der wichtigsten Grundlagen für deine hilfreichen Inhalte. Jeder Nutzer entscheidet für sich sehr schnell, ob er einer Quelle glauben schenkt oder nicht. Die schönsten Formulierungen helfen nicht dabei, das Vertrauen zu stärken, sondern Ehrlichkeit und Nachvollziehbarkeit. Inhalte mit offenen und transparenten Aussagen sind ansprechender als übertriebene und manipulative.
Die Transparenz in deinen Inhalten hebst du unter anderem in der Art, wie du Empfehlungen aussprichst, hervor. Vermeide dabei pauschale oder übertrieben Versprechen, die einem Wunderheilmittel gleich kommen. Das warum etwas empfohlen wird und für wen es sinnvoll ist, sind dabei genauso wichtig wie Nachteile, Einschränkungen oder Alternativen. Deine Nutzer wissen, dass es selten vorkommt, dass es eine perfekte Lösung für sie gibt. Daher schätzen Sie Inhalte, die das vermitteln.
Der Umgang mit Quellen ist ebenso ein weiterer Vertrauensfaktor. Deine Inhalte stärkst du, indem du klar kommunizierst, worauf deine Aussagen basieren; Daten, Tests, Praxiswissen, bekannte und vertrauenswürdige Quellen oder nachvollziehbare Erfahrungen. Dabei ist es nichts negatives, wenn du für deine Inhalte keine externe Quelle hast. In diesem Fall ist es hilfreich, deine Perspektive transparent zu gestalten und diese einzuordnen.
In deinen hilfreichen Inhalten solltest du es auch vermeiden, Erwartungen künstlich zu pushen. Statt eine One-fits-all Lösung (bspw. Wunderheilmittel) solltest du realistische Wege aufzeigen. Das Vertrauen zu deinen Inhalten wächst und Nutzer bauen eine positive Bindung zu deiner Marke oder Plattform auf. Der Grund dafür liegt darin, da sie sich ernst genommen und nicht manipuliert fühlen.
Inhalte aktuell und relevant halten
Wenn du hilfreiche Inhalte erstellst, dann sind diese Inhalte nicht einmal verfasst und erledigt. Neue Informationen können zu einem Thema dazukommen, andere an an Relevanz verlieren. Vielleicht hast du veraltete Beispiele genannt, die Nutzer andere Bedürfnisse entwickelt oder es gab andere neue Entwicklungen. Daher solltest du diese Inhalte regelmäßig prüfen und aktualisieren. Content Pruning kann dir dabei helfen, einen Überblick dieser Problematiken zu behalten.
Dabei ist es wichtig, dass du dir klar machst, wann es sinnvoll ist, die Inhalte zu überarbeiten. Kommen von Nutzern regelmäßig die gleichen Rückfragen oder gibt es neue Erkenntnisse? Weitere Hinweise sind, wenn deine Leser kürzer auf den Seiten verweilen oder weniger mit den Inhalten interagieren. In solchen Fällen kann es darauf hinweisen, dass die Inhalten nicht mehr aktuellen Erwartungen entsprechen.
Du musst nicht ständig neue Inhalte produzieren. Oftmals lohnt es sich genauso, bereits bestehende Inhalte an gezielten Punkten zu verbessern. Für Nutzer ist das besonders wertvoll: es baut auf bereits bekannten Informationen auf und spiegelt den neuen Stand wider. Aktualisierte Beispiele, überarbeitete Erklärungen und Ergänzungen helfen dabei, den Nutzen noch weiter zu verbessern.
Deine Nutzer können sich bei gepflegten Inhalten darauf verlassen, dass du verlässlich bist. Sie wissen, dass es sich um die neusten Informationen handelt und müssen diese nicht erneut prüfen. Das sorgt für Vertrauen und macht auch deine Inhalte langfristig relevant. Das gilt für Leser aber auch für den gesamten Blog oder Produkt.
Erfolg aus Nutzersicht messen
Wenn du den Erfolg deiner Beiträge und Inhalte misst, siehst du dir mit hoher Wahrscheinlichkeit Klicks / Umsätze an. Gehst du aber den Schritt weiter und interessierst dich für die Frage: „Ist dieser Inhalt relevant für meine Nutzer?“, ist es entscheidend, wie deine Leser mit den Inhalten umgehen. Wichtig ist, ob sie bekommen, wonach vorher gesucht wurde. Daher ist die Perspektive auch aus der Sicht der Nutzer interessant – und nicht nur anhand von den Zahlen der Reichweite.
Dazu gehören unter anderem z.B. die nachfolgenden Kennzahlen:
- Verweildauer
- Absprungrate
- Scrolltiefe
- Wiederkehrende Besuche
Über Nutzerkennzahlen
Die Verweildauer gibt einen Hinweis darauf, ob deine Nutzer sich mit dem Inhalt intensiv beschäftigen. Eine hohe Absprungrate deutet darauf hin, dass deine Nutzer nicht den Inhalt finden, nachdem sie vorher gesucht haben oder Erwartungen nicht erfüllt wurden. Bedenke dabei folgendes: die Zahlen solltest du im Kontext interpretieren und nicht isoliert bewerten. Du möchtest das Große Ganze betrachten und dich nicht auf einzelne Kennzahlen stützen.
Besonders wertvoll sind direkte Rückmeldungen deiner Leser. Kommentare zu Beiträgen, Nachrichten oder Rückfragen zeigen konkret auf, wo Inhalte hilfreich sind – und wo du nacharbeiten solltest. Fragen wie „Hat dir der Beitrag geholfen?“ am Ende geben dir Aufschlüsse über qualitative Informationen, die Zahlen nicht abbilden können.
Wenn du hilfreiche Inhalte verfasst, wird es kaum bei dem ersten Versuch klappen. Sich die Daten aus Nutzersicht anzusehen, dient vor allem dem Zweck, kontinuierlich aus den Inhalten zu lernen und zu optimieren. Analysierst du deine Inhalte regelmäßig? Dann wirst du schnell verstehen, welche Inhalte funktionieren und warum diese hilfreich sind. So kannst du nacharbeiten, Inhaltslücken schließen und hilfreiche Schritt für Schritt für deine Nutzer verbessern. So bietest du deinen Lesern auf langfristige Sicht Content mit echtem Mehrwert.
Typische Fehler bei der Erstellung hilfreicher Inhalte
Es gibt bei der Erstellung von hilfreichen Inhalten immer noch viele und besonders typische Fehler, die ich dir aufzeigen möchte, dass du diese vermeiden kannst.
Inhalte ohne Wirkung
Hat dein Inhalt kaum eine Wirkung? Das kann daran liegen, dass du bei dem Erstellen einen starken Fokus auf Keywords und SEO-Aspekte gelegt hast. Dadurch gerät der Nutzer selbst in den Hintergrund. Bedenke bei deinen Inhalten: Schreib für Menschen und nicht für Maschinen. Das mag zwar kurzfristig dafür sorgen, dass deine Inhalte sichtbarer sind, aber bewirkt kaum Vertrauen und Zufriedenheit für den Leser.
Beachte bei deinen Inhalten auch, dass diese einen Mehrwert für den Nutzer haben. Bekannte und offensichtliche Fakten zu nennen ohne konkrete Antworten zu liefern helfen diesen nicht weiter. Ist dem Leser nach dem lesen deines Inhalts nicht klar, was er wissen muss oder was der nächste Schritt ist, hat der hilfreiche Inhalt sein Ziel verfehlt. Deine Leser werden es spüren, wenn du die Inhalte nur auffüllst und kaum Substanz haben.
Fokus auf relevante Themen
Wie wir schon festgestellt haben, ist es sinnvoll, Inhalte entlang der Nutzerbedürfnisse zu erstellen. „Content des Contents willen“ zu erstellen ist problematisch. Diese Inhalte sind aber austauschbar und haben kaum Relevanz. So priorisierst du Inhalte, die weder Orientierung noch einen echten Nutzen für deine Leser darstellen. Fokussiere dich dabei eher auf relevante Themen deiner Community – so fühlen sie sich respektiert und du gewinnst an Vertrauen.
Schau dir auch deinen Inhalt aus Perspektive deiner Nutzer an. Sind die Inhalte so formuliert, dass deine Zielgruppe sie versteht? Sind die Fragen relevant? Ist die Struktur verständlich und übersichtlich? Selbst fachlich korrekte hilfreiche Inhalte können bei verfehlen dieser Punkte komplett scheitern. Versetz dich daher in die Lage deiner Zielgruppe und blicke auch mal aus deren Sichtweise.
Informationen von Google über hilfreiche Inhalte
Google gibt selbst in der Google Search Central eine äußerst detaillierte Übersicht zum Erstellen von hilfreichen Inhalten an. Viele der Punkte gehen meiner Meinung nach sehr in die Tiefe und an manchen Stellen vielleicht sogar zu viel, als das es für einen selbst hilfreich ist. Es bietet zwar eine gute Struktur und man beleuchtet mit dem ernsten Verfolgen von den Fragen so gut wie alle Seiten des Inhalts, aber für mich ist das zu unpraktisch.
Für das erste kann man die Seite aus der Search Central auf diesen Absatz gut herunterbrechen. Wenn du dich hauptsächlich auf diese Punkte fokussierst, bist du bereits auf einem guten Weg, hilfreiche Inhalte zu erstellen. Erfüllst du die Kriterien für EEAT (Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness), dann wirst du eine positive Entwicklung bei deinen Rankings beobachten können.
Fazit
Hilfreiche Inhalte entstehen dann, wenn der Fokus konsequent auf den Nutzer gelegt wird – nicht auf Keywords, Rankings oder Verkaufsabsichten. Wer versteht, welche Fragen, Probleme und Erwartungen Nutzer wirklich haben, kann Inhalte erstellen, die Orientierung geben, Vertrauen aufbauen und echten Mehrwert liefern. Dabei spielen Verständlichkeit, klare Struktur und ein starker Praxisbezug eine ebenso große Rolle wie Transparenz und Ehrlichkeit.
Statt Inhalte einmal zu veröffentlichen und abzuhaken, sollten sie regelmäßig überprüft, weiterentwickelt und aus Nutzersicht bewertet werden. Denn nur Inhalte, die relevant bleiben, verständlich sind und konkrete Hilfe leisten, erfüllen langfristig ihren Zweck. Wer typische Fehler vermeidet und sich an realen Nutzerbedürfnissen orientiert, schafft Content, der nicht nur gelesen wird, sondern wirkt – für die Nutzer ebenso wie für den nachhaltigen Erfolg der eigenen Website.

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