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Du möchtest mehr über canonical Tags und URLs erfahren? Du fragst dich, was sie machen und wie du sie auf deiner Seite einsetzt? Dann bist du hier genau richtig.
In diesem Blogbetrag erwarten dich die folgenden Themen:
- Was ist ein canonical Tag / URL?
- Wie Google kanonische URLs auswählt
- Wie ein canonical Tag gesetzt wird
- wie canonical Tags verwendet werden
- Warum canonicals verwendet werden sollten
- Best Practices mit canonicals
- Wie du deine canonical Seiten prüfst
Was ist ein canonical Tag / URL?
Grundlegend ist eine canonical URL die von Google ausgewählte URL für bestimmten Content deiner Seite. Google hält diese Seite für möglichst repräsentativ, vollständig und für Nutzer am sinnvollsten. Das ermöglicht, duplicate content aus der Suchmaschine zum Großteil herauszufiltern. Google selbst sagt folgendes dazu:
Eine kanonische URL ist die URL der Seite, von der Google annimmt, dass sie die repräsentativste von mehreren doppelten Seiten auf Ihrer Website ist.
Der canonical Tag wird von Webmastern dazu verwendet, Google mitzuteilen, welche die kanonische URL sein soll. Die Tags verwendest du am besten, wenn du mehrere Duplikate einer Webseite hast. So gibst du an Google die Information, bei welcher Seite es sich um das Original als auch Kopien handelt. Der Vorteil: es spart Ressourcen beim Crawlen als auch Zeit, die dahingehend verwendet wird.
Duplicate content hat grundsätzlich jede Webseite, daher ist es erst einmal keine Red Flag. Dafür gibt es viele Gründe, warum Duplicate Content auf einer Webseite vorhanden ist:
- Geografische Webseiten (bspw. Seiten für den amerikanischen und europäischen Raum)
- Webseiten für Varianten nach Art des Endgeräts (bspw. eine Seite für Desktop und eine weitere für Mobile)
- Varianten des Protokolls (HTTP und HTTPS)
- Funktionen einer Seite (Filter- oder Suchfunktionen einer Kategorieseite)
- Ungewollte Varianten (bspw. ist eine Demoversion einer Seite für den Crawler aufrufbar)
Wie Google kanonische URLs auswählt
Die Auswahl von Google für eine kanonische Seite ist vielfältig. Die ausgewählte URL ist dann diese, bei welcher die meisten Faktoren zusammenspielen. Unter diese Faktoren fallen bspw.:
- Was ist die Präferenz des Webseitenbetreibers? (Ist ein canonical Tag auf der Seite eingepflegt?
- Sind 301-Weiterleitungen eingerichtet und zu welcher Seite führen sie?
- Welche internen Verlinkungen sind auf der Seite zu finden?
- Ist die URL in der Sitemap hinterlegt?
- Welches Protokoll führt die Seite? (HTTP oder HTTPS? HTTPS wird von Google grundlegend präferiert)
- Welche Seite sieht besser aus?
- Welche Seite ist für den Nutzer am sinnvollsten?
Es kann vorkommen, dass du auf einer Seite einen canonical verwendest und Google trotzdem eine andere Seite in der Suche anzeigt. Das bedeutet, dass das setzen eines canonicals eine Präferenz als Signal sendet, aber keine Regel darstellt.
Wie ein canonical Tag gesetzt wird
Der canonical Tag wird auf der Seite im <head>-Bereich eingesetzt. Bei deiner Webseite kannst du das manuell einpflegen. Bei CMS wie bspw. WordPress gibt es aber Plugins, welche die Tags automatisch setzen.
Das Plugin, was ich in diesem Blog verwende ist „Yoast SEO„. Die Basisversion ist kostenlos und lässt sich für bestimmte Verwendungen auch upgraden. Das setzen der canonical URL ist aber in der Basisversion möglich. In deinem Beitrag rufst du das Plugin auf und gehst auf die Registerkarte „Erweitert“ oder „Advanced“. So kannst du schon die kanonische URL angeben.
Wie canonical Tags verwendet werden
Der vorher bereits genannte Tag im <head>-Bereich ist die häufigste verwendete Methode die folgende: <link rel=“canonical“ href=“https://deine.de/seite/“>. Kurzum: der rel=“canonical“. Darüber hinaus gibt es aber auch noch weitere Methoden, den canonical anzuwenden:
- rel=“next“ und rel=“prev“ -> Wird bei der Paginierung von bspw. Kategorieseiten verwendet. So kannst du mehrere Unterseiten erstellen und per canonical Tag auf sich selbst verweisen lassen. So kann Google einfach erkennen, dass es sich bei den Unterseiten um Folgeseiten handelt.
- hreflang -> Wie schon bei dem Duplicate Content erwähnt, kann es mehrere Seiten mit ähnlichem Content für unterschiedliche Regionen geben. Dieser Tag sorgt dafür, dass bspw. ein spanischer Nutzer die spanische Version der Webseite angezeigt bekommt. Auch hier verweist die Seite mithilfe des canonicals auf sich selbst.
- AMP (Accelerated Mobile Pages) -> die AMP Seiten werden die extrem schnelle Ladezeiten für Mobilegeräte verwendet. Dabei werden aber meist die AMP Version für Mobile als auch eine eigene Desktop Version der Seite erstellt. Existiert beides, verweist die AMP Version auf die Desktop Seite, andernfalls auf sich selbst.
Warum canonicals verwendet werden sollten
Du hast dir sicher schon die Frage gestellt, warum du den Aufwand betreiben solltest, canonicals in deiner Seite aufzusetzen. Schließlich war der einzige Vorteil bislang, dass es Zeit und Geld beim Crawlen spart. Die canonicals haben aber noch viele weitere Vorteile:
- Du legst fest, welche URL in den Suchergebnissen angezeigt werden soll (auch wenn es nicht die Regel ist)
- Du bündelst die Signale ähnlicher Seiten zu einem starken Signal, was zu besseren Rankings führen kann. Alternativ hast du viele schwache Signale, welche auf ähnliche Seiten verteilt sind.
- Bei großen Webseiten gibt es Crawling-Budgets, die gut aufgeteilt werden müssen. So kannst du den Crawler damit beauftragen, statt bereits bekannter Seiten sich auf neue Seiten zu fokussieren.
- Das tracken von bestimmten Inhalten kann vereinfacht werden. Anstatt viele URLs zu prüfen bündelst du alles auf eine Seite und kannst du einfacher an ausgewählte Daten kommen.
Best Practices mit canonicals
Um die canonicals so optimal wie möglich zu verwenden, gibt es viele best Practices. Diese solltest du nach Möglichkeit prüfen, um in den Suchergebnissen so gut we möglich dargestellt zu werden.
- Wenn du einen canonical setzt, verwende diesen auf allen Kanonisierungsmethoden. Verschiedene canonicals bspw. in rel=“canonical“ und in der Sitemap zu verwenden wird zu Problemen führen.
- Verwendest du hreflang-Elemente, achte darauf, auf eine Seite mit der selben Sprache zu kanonisieren. Existiert keine Seite mit der selben Sprache, nutze dafür die beste mögliche Ersatzsprache.
- Bei internen Links verwendest du am besten die kanonische URL deiner Inhalte statt einer doppelten URL. Damit erkennt Google besser deine Präferenzen, da diese einfacher zu verstehen sind. Schließlich möchtest du eine saubere Webseite und kein Spinnennetz an Verzweigungen.
- Verwende keine URL-Fragemente für kanonische URLs, da diese von Google in der Regel nicht unterstützt werden.
- Verweise mit dem canonical Tag nicht auf eine 301-Seite. Nimm dabei lieber direkt auf die verweisende Webseite der Weiterleitung.
- Achte auch auf das Protokoll des Links. Die Kanonisierung auf eine HTTP statt HTTPS kann ebenfalls zu Problemen in den Suchergebnissen für dich führen.
- Vermeide es auch, auf irrelevante Inhalte zu kanonisieren. Es kann vorkommen, dass du von nicht verwandten Seiten einen canonical Tag setzen möchtest. So erhoffst du dir, dass Ranking der verwiesenen Seite zu erhöhen. Das ist aber nicht der richtige Weg, wie du den canonical Tag verwendest. Kanonisiere daher nur von Duplikaten oder verwandten / ähnlichen Seiten.
Wie du deine canonical Seiten prüfst
Es gibt hierbei einige Methoden, wie du prüfen kannst, ob deine Seiten einen canonical haben.
- Google URL-Prüftool (in der GSC verfügbar) -> hier siehst du direkt, ob es Probleme gibt. Auch zeigt dir Google, wie deine kanonischen Versionen erfasst werden.
- Crawling Tools (bspw. Screaming Frog, Semrush, Ahrefs) -> Diese Tools prüfen durch die Crawls direkt die kanonischen Tags der Seiten. Hier wird dir auch direkt angezeigt, ob die verwiesenen Seiten erreichbar oder fehlerhaft sind.
- Lighthouse (Chrome DevTool) -> Hier werden dir Seiten mit doppelten oder ungültigen kanonischen URLs angezeigt.
- Browser Extensions (z.B. Link redirect Trace)
- Manuelle Prüfung -> Die aufwandreichste Methode, wobei du zuerst im <head>-Bereich den rel=“canonical“ href=“link“ prüfst. Anschließend rufst du die Zielseite auf, ob diese erreichbar ist und ob kein noindex-Tag hinterlegt ist. Danach schaust du dir den Inhalt an, ob dieser zum Großteil identisch ist. Als letztes prüfst du, ob es mehr als einen kanonischen Tag gibt.

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